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13. Juli 2017

„behütet und bedacht“ verbindet Jubiläum der Bartholomäuskapelle und des Imad-Domes zu Paderborn

Im Jahr 2017 kann das Jubiläum 1.000 Jahre Bartholomäuskapelle und im Jahr 2018 das Jubiläum 950 Jahre Imad-Dom zu Paderborn begangen werden. „behütet und bedacht“ ist das verbindende Leitwort. V.l.n.r.: Daniel Born, Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Dompastor Nils Petrat. pdp / Thomas Throenle Paderborn, 13. Juli 2017. Das Paderborner Metropolitankapitel feiert in diesem und im kommenden Jahr ein doppeltes Jubiläum: Im Jahr 2017 wird die zwischen dem Paderborner Dom und der Kaiserpfalz gelegene Bartholomäuskapelle 1.000 Jahre alt. Und im Jahr 2018 ist es 950 Jahre her, dass der Imad-Dom geweiht wurde. Unter dem beide Jubiläen verbindenden Leitwort „behütet und bedacht“ hat das Metropolitankapitel ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm geplant, das die beiden für das Erzbistum und die Stadt Paderborn bedeutsamen Gotteshäuser wissenschaftlich, kulturell und spirituell in den Fokus rückt. In einem Pressegespräch informierten Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Dompastor Nils Petrat und Projektkoordinator Daniel Born über die Jubiläen und die damit verbundenen Angebote.      

Die Bartholomäuskapelle neben dem Dom wurde unter Bischof Meinwerk um das Jahr 1017 errichtet und ist bis heute fast unverändert erhalten. Die Kapelle gilt als „Juwel im Schatten des Doms“ und als einzigartiges und geheimnisvolles Bauwerk, führte Dompropst Monsignore Göbel in das Jubiläumsjahr der Bartholomäuskapelle ein. Im Jahr 2018 kann dann ein weiteres Jubiläum begangen werden, denn am 22. Juli 1068 weihte der Bischof von Mainz und der Paderborner Bischof Imad einen „neuen“ Paderborner Dom ein: Der Imad-Dom war prägend für das Erscheinungsbild der heutigen Paderborner Bischofskirche und hat das Fest der Domweihe begründet, das bis heute jeweils am 22. Juli gefeiert wird. Das Leitwort „behütet und bedacht“ spiele nicht nur auf das Dach der beiden Gotteshäuser an, das Gläubigen Schutz biete, erläuterte Dompropst Göbel: „Es soll auch zeigen: Gott denkt an mich, wir sind von ihm bedacht.“  

“Willkommen im Jubiläumsjahr” sagen mit neuen Postkarten Projektkoordinator Daniel Born, Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Dompastor Nils Petrat. pdp / Thomas Throenle „Wir wollen in den beiden Jubiläumsjahren feiern, dass die Bartholomäuskapelle und der Paderborner Dom seit 1.000 beziehungsweise 950 Jahren und damit seit so langer Zeit einen Raum bieten, an dem man Gottes Liebe begegnen kann, wo man sich behütet und getragen fühlt“, ergänzte Dompastor Nils Petrat. Gerade heute sei eine große Sehnsucht nach Segen und Schutz spürbar: Das Leitwort „behütet und bedacht“ greife diese Sehnsucht auf. „Für viele Paderborner ist ‚ihr‘ Dom so etwas wie ein Zuhause, eine Heimat. Als Bischofskirche ist der Dom zugleich auch Anlaufpunkt und Kraftquelle für Menschen aus dem gesamten Erzbistum“, so Dompastor Petrat. Das Paderborner Metropolitankapitel wolle gerade in den Monaten des Jubiläums bewusst auch der Kirche Fernstehende ermutigen, den Schatz und Segen zu entdecken, den die beiden Kirchenräume zu bieten haben.  

Ein vielfältiges Jubiläumsprogramm sei zusammengestellt worden, das von verschiedenen Akteuren getragen werde, sagte Dompastor Petrat. So werde beispielsweise die Installation „Fest – Klang – Krone“ der Kölner Künstlerin Christa Henn in der Bartholomäuskapelle ab dem 18. Juli sicherlich viele Kunstinteressierte in das Gotteshaus führen und dieses in einer ganz besonderen Weise in Szene setzen. Das Patronatsfest der Bartholomäuskapelle am 24. August, dem Festtag des heiligen Bartholomäus, beginnt mit einer Statio in der Kapelle und führt anschließend in den Paderborner Dom. Zu einem „Festmahl für Arme“ sind bedürftige Menschen im Oktober eingeladen. Dass die besondere Akustik der Bartholomäuskapelle auch mit Konzerten genutzt und gewürdigt wird, sei klar. Auch wissenschaftlich-theologisch werden die Jubiläen aufgegriffen: Die Theologische Fakultät Paderborn thematisiert in ihrer Montagsakademie im Wintersemester 2017/18 den Schwerpunkt „Gott begegnen an heiligen Orten“. Die theologischen Institute der Universität Paderborn starten im Sommersemester 2018 eine Ringvorlesung über „Kirchenräume – Heilige Orte“. „Dabei werden Menschen aus ganz unterschiedlichen Religionen über für sie heilige Orte sprechen“, freute sich Domvikar Petrat, der auch Paderborner Hochschulpfarrer ist.  

In einem Pressegespräch wurde über die Jubiläen informiert und wurden Medien vorgestellt. pdp / Thomas Throenle Ein besonderer Höhepunkt im Jubiläumsjahr 2018 werde der Festgottesdienst zum 950. Tag der Domweihe am 22. Juli 2018 sein: „Hier werden zahlreiche Bischöfe, die aus dem Erzbistum Paderborn stammen, gemeinsam mit uns feiern“, informierte Domvikar Nils Petrat. Ebenso werde ein Gast aus der Leitung des Bistums Mainz teilnehmen: Paderborn gehörte im Jahr 950 zur Kirchenprovinz Mainz. Deshalb habe der damalige Bischof von Mainz den neu errichteten Dom gemeinsam mit dem Paderborner Bischof Imad geweiht.  

„Während der Vorgänger-Bau von Bischof Meinwerk vor allem ein Dom für den König war, wurde der Imad-Dom nun zu einem ‚Dom des Volkes‘. Und der heutige Dom steht klar erkennbar auf den Fundamenten des damaligen Imad-Domes“, unterstrich Projektkoordinator Daniel Born die Bedeutung des im Jahr 950 geweihten Gotteshauses. Um die Öffentlichkeit auf das Doppeljubiläum und das damit zusammenhängende Programm aufmerksam zu machen, wurde ein umfassendes Kommunikationspaket geschnürt, das Daniel Born vorstellte: Eine eigens gestaltete Homepage, die als Adresse das Leitwort des Doppeljubiläums www.behuetetundbedacht.de hat, wird als Hauptkommunikationsmedium über das gesamte Jubiläum und alle aktuellen Termine informieren und diese dokumentieren. Einen visuellen und akustischen Eindruck von der Bartholomäuskapelle gibt ein eigens für das Doppeljubiläum produzierter Video-Clip, der auf dieser Homepage zu finden ist. Lesezeichen und eine Postkartenserie heißen Interessierte im Jubiläumsjahr willkommen und verweisen auf die neue Homepage. Durch die gute Kooperation mit der Stadt Paderborn konnten Großflächenplakate gestaltet werden, in den Bussen machen Plakate auf die Jubiläen aufmerksam. Last, but not least, sagt ein großes Banner am Domturm allen Besuchern der Stadt und des Domes ein „Willkommen im Jubiläumsjahr“.

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